Die Wunderkammer El Sol in den Swarovski Kristallwelten

Im November 2017 wurden vier Wunderkammern in den Swarovski Kristallwelten in Wattens/Tirol neu in Szene gesetzt. Für die Wunderkammer El Sol haben Formteile aus dem Hause Vogl Deckensysteme dem elliptisch geformten Raum eine faszinierende Kontur gegeben und das gleichnamige leuchtende Kunstwerk des mexikanischen Stararchitekten Fernando Romero in den Mittelpunkt gestellt.

Die Swarovski Kristallwelten in Wattens machen Kristall von Swarovski zu einem Erlebnis, das sich stetig wandelt und neu erfindet. Seit ihrer Eröffnung 1995 haben die Swarovski Kristallwelten mehr als 14 Millionen Besucher begeistert und gehören damit zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Österreichs. Die Wunderkammern im ikonischen Riesen sind das Herzstück. Internationale Künstler erhalten hier die Möglichkeit, Kristall auf ihre ganz eigene Art und Weise zu interpretieren. Gleich vier dieser Räume erhielten Ende 2017 neue Installationen, die mit funkelnden Details, aufregenden Farben und virtuellen Begegnungen einzigartige Erlebnisse schaffen.

Eine dieser vier neuen Wunderkammern ist nach dem zentralen Kunstwerk El Sol, gefertigt aus 2.880 Swarovski Kristallen, benannt. Im Kern des Kunstwerks befindet sich eine Kugel aus LEDs, deren Licht von den innenliegenden Facetten der präzise geschliffenen Kristalle so gebrochen wird, dass eine dynamische Oberfläche entsteht, die an jene der Sonne erinnert. Inspiration für El Sol war die bedeutsame Geometrie der Pyramiden der Azteken und Maya. Dies macht das Kunstwerk zu einer Hommage auf das kulturelle Erbe des mexikanischen Künstlers Fernando Romero und verleiht dem 124 m² großen elliptisch geformten Raum eine atemberaubende Stimmung.

Objektart: Museum
Vogl Produkte: 3D-Design, Formteile
Abschluss: 2017

Architekt: Fernando Romero, Mexiko
Trockenbauunternehmen: Graup Gips-Bau GmbH, Innsbruck
Fotograf: Klaus Maislinger photography

Vom Modell zur fertigen Raumkomposition

Zuerst wurde ein 2D-Modell entworfen, um daraus anschließend ein 3D-Modell zu entwickeln. Dieses diente als Muster zur weiteren Herstellung der Elemente in Spantenbauweise. Als Vorlage zum Aufbau fasste ein detaillierter Verlegeplan die einzelnen Aufbauschritte zusammen. In diesem waren auch die dafür erforderlichen Befestigungspunkte vermerkt.

Um dem Raum sein späteres Aussehen zu geben, wurden die passgenauen Anlegeschablonen vom beauftragten Innsbrucker Trockenbauunternehmen Graup Gips-Bau GmbH zuerst auf den Boden ausgelegt und die Bank befestigt. Darauf aufbauend nahm die Hülle der Wunderkammer nach und nach ihre Gestalt an. Der obere Bereich des Ellipsoids, das den Durchgang von einer Wunderkammer zur nächsten in den Swarovski Kristallwelten bildet, erhielt ein ovales Gipskartonteil, das dann mit den anderen Teilen zusammengefügt wurde.

"Bei den Trockenbauarbeiten verwendeten wir gebogene Elemente, die mit einer glatten Fläche versehen waren. Entstandene Kreuzfugen wurden mit Spachtelmasse verschlossen. Durch das anschließende Auftragen einer 2 mm Verputzschicht, ließ sich ein homogenes Deckenbild erreichen", beschreibt Geschäftsführer Graup den praktischen Teil.

So wurde aus den kleinteiligen Elementen in dieser elliptischen Wunderkammer innerhalb von zwei Wochen ein formvollendetes Ganzes. Die präzise vorgefertigten Formteile von Vogl Deckensysteme haben wesentlich zu diesem schnellen Projektabschluss beigetragen. 8 bis 12 Mitarbeiter waren rund um die Uhr im Mehrschichtbetrieb im Einsatz, um alles pünktlich abschließen zu können.

Die maßgenauen Formteile aus dem Hause Vogl Deckensysteme geben dem leuchtenden Kunstwerk El Sol eine wunderschöne Kontur und ermöglichen ein besonderes Raumgefühl, mit dem es tagtäglich gelingt, die Besucher immer wieder zu überraschen, zu faszinieren und neue Perspektiven zu vermitteln

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